Jugendliche und Erwachsene im HF-Bereich – Konzept für eine psychotherapeutische Unterstützung

„Psychotherapie bei hochfunktionalem Autismus“

Menschen mit einer Autismus-Spektrum-Störung äußern häufig einen hohen Unterstützungs– und Therapiebedarf. In dem Workshop wird schwerpunktmäßig auf Jugendlichen und Erwachsene mit Asperger-Syndrom eingegangen. Zunächst soll der diagnostische Blick geschult werden. Dazu werden viele Videobeispiele gezeigt, Screening-Instrumente vorgestellt und differentialdiagnostische Fragen erörtert.

Im zweiten Teil werden mögliche therapeutische Interventionen vorgestellt. In den letzten Jahren wurde der Fokus auf die Psychoedukation und die Förderung kompensatorischer Fähigkeiten besonders im Gruppenformat gelegt. Störungsspezifische Methoden und Manuale wurden entwickelt, die gezielt das soziale Verständnis aufbauen und quasi wie eine Fremdsprache einüben. Parallel wurde bei diesem sehr vielfältigen Störungsbild aber der Bedarf an sehr individualisierten Unterstützungsangeboten deutlich. Immer mehr Betroffene weisen mit Recht darauf hin, dass die autistischen Besonderheiten nicht (nur) als Defizite, sondern als eine andere Wahrnehmung der Welt gesehen werden sollten. Deshalb sollte im Zentrum der Begleitung, Förderung und Therapie stets die gemeinsame Entwicklung eines passenden Selbst- und Störungskonzeptes stehen. Davon abgeleitet geht es dann nicht nur darum, was gelernt werden soll, sondern auch und besonders, welche Wünsche und Ziele die Betroffenen selbst haben. Diese sollten gezielt erfragt und in der Therapie berücksichtigt werden. Gerade Jugendliche und Erwachsene berichten dabei von vielfältigen Kränkungen und Verletzungen, gegen die sie über Jahre hinweg bestimmte Schutzmechanismen (von Camouflage bis zu vollkommenen Rückzug) aufgebaut haben, die wiederum die Teilhabe und die Lebenszufriedenheit beeinträchtigen können und bei der Intervention berücksichtigt werden müssen.

Referent:

Dipl.-Psych. Claus Lechmann, Psychologischer Psychotherapeut und Kinder-und Jugendlichen-Psychotherapeut.

Seit 1995 leitet er das Autismus-Therapie-Zentrum (ATZ) in Köln und setzt sich sehr für Autismus-spezifische Therapie und Förderung ein. In diesem Rahmen hat er Bausteine für die Therapie mit Asperger-Autist:innen entwickelt. Weiterhin ist er Inhaber einer Lehrpraxis, tätig als Dozent und Supervisor für verschiedene VT-Ausbildungsinstitute mit den Schwerpunkten Borderline-Persönlichkeitsstörung und Autismus und war Mitglied in der Steuergruppe der S3-Leitlinien für Autismus-Spektrum-Störungen.

Zielgruppe:

Psychologische Psychotherapeut:innen, Kinder- und Jugendpsychotherapeut:innen, Kinder- und Erwachsenenpsychiater:innen sowie pädagogische Fachkräfte

Wann und wo:

Freitag, 29. Juli 2022, 10 – 17 Uhr, Nachbarschaftshaus Gostenhof, Adam-Klein-Straße 6,

90429 Nürnberg

Teilnahmebeitrag:

110 Euro Normalpreis

Ihre verbindliche Anmeldung bitte per EMail an die info@autismus-mittelfranken.de 

 

Kontakt

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